Teilinstandsetzung der Kölner Zoobrücke.

Teilinstandsetzung der Kölner Zoobrücke

Betonbohrer Ausgabe Mai 2009

Die Zoobrücke in Köln ist eine Brücke über den Rhein. Sie verbindet als Teil der B 55a die Innere Kanalstraße - eine Ringstraße durch den inneren Grüngürtel und vormaligen preußischen Festungsring Köln - mit dem rechtsrheinischen Autobahnnetz. Die Brücke bietet je Fahrtrichtung drei Spuren für den Autoverkehr, einen Radweg und einen Fußweg. Der Kölner Zoo liegt nur etwa 200 Meter von der linksrheinischen Brückenrampe entfernt. Die Zoobrücke ist weltweit die am weitesten gespannte Kastenträgerbrücke mit nur einem einzigen Hauptlager.

Der Brückenpfeiler steht asymmetrisch nahe dem rechtsrheinischen Ufer. Von dort überspannt der Brückenkörper 259 Meter bis zu den beiden schlanken Stützen auf der unteren linksrheinischen Uferpromenade. Die Brücke wird von zwei 4,50 Meter breiten Hohlkästen getragen, auf denen die selbsttragende Fahrbahn aufliegt. Für die 2,6 Kilometer lange Zoobrücke, Baujahr 1966 bis 1969, haben Gutachter festgestellt, dass sich das Bauwerk in einem seinem Alter entsprechend guten Zustand befindet, jedoch bewegt sich die Brücke deutlich seitwärts, was bei der Konstruktion der Lager bislang nicht berücksichtigt wurde und zu einem höheren Verschleiß führte.

Zudem sind die Lager angerostet. Ein 719 Meter langer Abschnitt in Köln-Kalk am „Deutzer Feld“ steht wegen dieses Problems bereits seit drei Jahren auf Pressen. Der Schwerpunkt einer Teilinstandsetzung des südlichen Überbaus der Brücke liegt in der Montage von zusätzlichen Spanngliedern im Inneren der Hohlkästen.

Die Karlheinz Döhler GmbH & Co. KG aus Erftstadt stellte hierfür in die Querträger die Kernbohrungen her, um die Spannglieder montieren zu können. Insgesamt wurden 57 Kernbohrungen Ø 162 mm mit einer Bohrtiefe zwischen 92 und 114 cm eingebracht, sowie 8 Bohrungen Ø 200 mm in Querträger mit einer Stärke von 300 cm. Die Bohrungen durften in der Bohrrichtung nur geringste Abweichungen haben, welche auch eingehalten werden konnten.

Bei allen Bohrungen wurden Bewehrungseisen von 16 bis 26 mm angetroffen, so dass insgesamt fast 2.000 cm² Stahl durchtrennt wurde.

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