Sägen und Bohren für den Kölner-Stadt-Anzeiger.

Sägen und Bohren für den Kölner-Stadt-Anzeiger.

Allgemeine Bauzeitung Ausgabe August 2008

In der Unternehmensgruppe M. DuMont Schauberg (MDS) mit Sitz in Köln-Niehl erscheinen die Abozeitungen Kölner-Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau sowie die Kaufzeitung EXPRESS. Die Gesamtauflage der MDS-Tageszeitungen liegt bei mehr als einer Million. Im November hat MDS alle Anteile am Bundesanzeiger Verlag übernommen. M. DuMont Schauberg feierte 2002 seinen 200. Geburtstag. Als viertgrößter Zeitungsverlag in Deutschland hält MDS Beteiligungen an zahlreichen Anzeigenblättern und Hörfunksendern. Im Januar 2008 begannen große Abbruch- und Umbaumaßnahmen im Druckzentrum des Verlages.

Es sollten neue Maschinen installiert werden. Hierbei mussten diverse Bodenplatten und Schienensysteme neuen Fundamenten weichen. Die Arbeiten konnten nur unter laufendem Produktionsbetrieb durchgeführt werden. Für die umfangreichen Kernbohr- und Sägearbeiten erhielt die Karlheinz Döhler GmbH & Co. KG aus Erftstadt den Zuschlag von dem ausführenden Abbruchunternehmen. Geplant war es mit umlaufenden Trenn- und Sägeschnitten, die Abbruchflächen zu begrenzen. Unteranderem musste auf einer Fläche von 4,55 x 57,70 m die Bodenplatte herausgebrochen weden. Die Bodenplatten hatten eine mittlere Stärke von 0,30 m mit einer Bewehrung Q513 oben und unten. Hierzu kam noch ein Aufbeton von 0,50 m. Zum Einsatz kamen ein 22 kW und ein 15 kW Elektro-Fugenschneider, eine 22 kW Hochfrequenz-Wändsäge, eine 20 kW Hydraulik-Wandsäge, sowie diverse Kernbohrgeräte, wobei mehrfach mit allen Geräten gleichzeitig gearbeitet werden musste.

In den ersten Arbeitsgängen wurden die 0,50 m Aufbeton mittels Fugenscheider umlaufend eingeschnitten. Anschließend wurde der Beton mittels Baggern herausgestemmt und abtransportiert. Im zweiten Arbeitsgang wurden auf der bruchrauhen Arbeitsfläche die verbleibenden 0,30 m der Bodenplatte mittels Wandsäge geschnitten. Eine weitere Aufgabe war es 4,00 m lange und 0,05 m breite Dehnungsfugen an den Kopfseiten der Abbruchflächen auf der kompletten Tiefe von 0,80 m herzustellen. Hierbei kamen Sägeblätter bis zu einem Durchmesser von 2.000 mm zum Einsatz. In Verbindung mit der 22 kW Hochfrequenz-Wandsäge wurden diese Arbeiten zügig abgewickelt. In einem Papierlager in dem nicht gestemmt werden durfte, musste eine Fläche von 1,50 x 7,10 m aus einer 0,70 m starken Bodenplatte ausgebaut werden. Auf der gesamten Länge von 7,10 m befand sich mittig eine 0,20 m breite Stahlschiene, welche aufgrund von möglichem extremen Funkenflug nicht durchtrennt werden durfte.

Hierbei wurde das Abbruchgut mittels Kernbohrungen als Perforationsbohrungen zerteilt und anschließend mittels Sägeschnitten vom Bestand getrennt. Die hierbei entstandenen Betonblöcke wurden daraufhin mittels Portalkran und einem elektrischen Hubzug ausgebaut. Der Abtransport erfolgte mittels Hubwagen aus dem Gebäude. Das Ausbohren von Bodenhülsen und diverse Trennschnitte zum freischneiden von Schienensystemen war reine Routinearbeit für die Mitarbeiter der Karlheinz Döhler GmbH & Co. KG. Insgesamt wurden mehr als 200 m² Trenn- und Sägeschnitte und fast 10.000 cm Kernbohrungen in diversen Durchmessern eingebracht. Eine weitere Herausforderung auf dem Bauvorhaben war jedoch das Ableiten des anfallenden Spülwassers. Es durfte kein verunreinigtes Wasser in die Kanalisation geleitet werden.

Hier entschied man sich für die mobile Schlammfilteranlage MSF 300 der ProduktArt Achim Obry. Bei dieser Anlage wird das anfallende Schmutzwasser in einen Filtersack geleitet, welcher den Schlamm sammelt und das Wasser in eine Auffangwanne drückt. In dieser Auffangwanne befindet sich einer Tauchpumpe, welche das gefilterte Wasser dann in die Kanalisation leitet. Ist der Filtersack dann mit Schlamm gefüllt, kann der letzte Rest Wasser noch mit einer Hydraulikvorrichtung und einer Platte aus dem Schlamm herausgedrückt werden. So kann dann der gefüllte Sack aus seinem Gestell herausgehoben und entsorgt werden. Die Anlage ist in Einzelteile zerlegbar und kann mittels Sackkarre von nur einem Mitarbeiter transportiert und aufgebaut werden.

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