Luftschutzbunker in Neuss wurde zurückgebaut

Betonrückbau Bunker Neuss

llgemeine Bauzeitung Ausgabe Feb. 2010

ERFSTADT (ABS) – Im November 2009 erhielt die Firma Karlheinz Döhler aus Erftstadt den Auftrag zum erschütterungsfreien Rückbau eines Luftschutzbunkers in Neuss. Der Auftrag sah vor, die bestehende elförmige Röhre auf der gesamten Länge von 23,00 m zurück zu bauen.

Die Höhe des Rückbaus betrug 1,25 m und die Gesamtbreite 4,00 m einschließlich der 1,05 m Starken Wände. Die Bodenplatte der Röhre musste nicht entfernt werden. Des weiteren kam die Decke des Bunkerzugangs mit circa 0,95 m hinzu. Am anderen Ende der Bunkerröhre befand sich ebenfalls ein Zugang, welcher jedoch im zweiten Weltkrieg durch einen Bombenanschlag so massiv zerstört wurde, dass hier nur noch Reststücke der 0,95 m starken Decke zu entfernen waren. Das Rückbaukonzept sah vor, die Röhre in 30 Teile mit je cicra 12t Gewicht zu zerteilen.

Bei der Herstellung der Kernbohrungen für die Seildurchführungen und der Transportlöcher stellte sich heraus, dass es sich bei dem Bunkerbeton um einen sehr Quarz haltigen Beton handelte, wobei keine Armierung vorhanden war. Hierauf wurde das Werkezug umgehend angepasst um den erwünschten Bohrvorschritt zu erreichen. Als Transportlöcher wurden Kernbohrungen im Durchmesser 152 mm hergestellt. Für die Seildurchführungen nutzte man Diamant-Bohrkronen mit Ringsegment im Druchmesser 30 mm. Insgesamt wurden knapp 17000 cm Kernbohrungen eingbracht, wobei sich der Werkzeugverschleiß bei dem sehr harten Beton in Grenzen hielt.

Für die Sägearbeiten an der eiförmigen Röhre kamen zwei Seilsägen mit jeweils 25 kW Antriebsleistung zum Einsatz, wobei gleichzeitig mit beiden Geräten gleichzeitig gearbeitet wurde. Zur Verwendung kam ein nach Unternehmensangaben sehr schnittfreudiges Diamant-Sägeseil, so dass Schnittleistungen von 1,50 m² pro Stunde und Säge erreicht wurden. Die ebenen Deckenplatten wurden mit einer weiteren Wandsäge bearbeitet, wobei hier Sägeblätter mit Durchmessern bis 2200 mm zum Einsatz kamen um die 0,95 m von oben bearbeiten zu können. Der gesamte Auftrag umfasste circa 200 m² Seilsägenschnitte, sowie 60 m² Sägeschnitte mittels Wandsäge.

Für den Abtransport der Betonteile wurde ein 50t Autokran geordert. Trotz eines Wintereinbruchs am Wochenende zuvor konnten auch diese Arbeiten sehr zügig durchgeführt werden und der Auftrag wurde noch vor dem geplanten Fertigstellungstermin abgeschlossen.

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