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04.11.2011

Rückbau Fernwärmekanal – Trajektbrücke Bonn

Mit der Realisierung des voll signalisierten Kreisverkehrs auf der Friedrich-Ebert-Allee zwischen Heussallee und Langenbachstraße wird der Arbeitsplatzschwerpunkt Bundesviertel besser erreichbar.

Insgesamt werden für den Trajektknoten rund 4,5 Millionen Euro kalkuliert, die komplett von Bund und Land finanziert werden. Voraussichtlich Ende Juni 2013 wird der Groß-Kreisel fertig sein. Für die mit den Bauarbeiten zwangsläufig verbundenen Verkehrsbeeinträchtigungen bittet die Stadt um Verständnis. Der Bonner Stadtrat hat den Ausbau im Oktober 2011 beschlossen.

Voraussetzungen für die Realisierung des Kreisverkehrs waren sowohl die Verlängerung des Stadtbahntunnels in Höhe der Bundeskunsthalle als auch die 2011 abgeschlossene Verlegung der Stadtbahnhaltestelle Ollenhauerstraße auf der B 9. Seit dem 24. September liefen die Vorbereitungen zur Verlegung der Fahrbahnen auf der Friedrich-Ebert-Allee.

Die zweispurige Verkehrsführung in jede Fahrtrichtung konnte erhalten bleiben. Ein erstes Etappenziel war Mitte Oktober die provisorische Verlegung aller vier Fahrbahnen auf die Rheinseite der B 9, um genügend Raum für das Baufeld zwischen Heussallee und Langenbachstraße zu erhalten. Während dieser Zeit startete die Karlheinz Döhler GmbH & Co. KG aus Erftstadt mit den umfangreichen Kernbohr- und Sägearbeiten zum Rückbau des Fernwärmekanals unterhalb des Bauwerkes.

Hierbei handelt es sich einen Rechteckkanal aus Stahlbeton mit einer Breite von knapp 1,50 Meter und einer Höhe von 1,20 Meter ab Oberkante Sohle. Die Deckenstärke betrug 0,24 Meter und die Wandstärken 0,30 Meter. Als vorbereitende Maßnahmen wurden Kernbohrungen im Durchmesser 132 mm eingebracht um die freigeschnittenen Betonstücke abheben zu können. Hierbei setzte das Unternehmen auf die Hauseigenen Diamant-Bohrkronen des Typ DBK-114 mit hoher Schnittgeschwindigkeit bei sehr guten Standzeiten.

Bei dem zu bearbeitenden Material handelte es sich um Beton der Festigkeitsklasse C25/30. Hierbei wurden Standzeiten von fast 14 Metern je Bohrkrone erreicht. Nennenswerte Trennungen von Armierungseisen wurden nicht verzeichnet. Im Anschluss der Bohrarbeiten wurden durch zwei Döhler-Mitarbeiter mit zwei Hydraulik-Wandsägen die Wände des Bauwerkes in Blöcke von circa 3 Tonnen zerteilt.

Die Decke musste nicht geschnitten werden, da diese aus einzelnen Platten bestand, welche mit dem Bagger abgehoben werden konnten. Für die Sägeschnitten nutzte das Unternehmen Wandsägeblätter des Typ WSB-32, ebenfalls aus dem Hause DÖHLER Diamant-Werkzeuge für die Steinbearbeitung. Diese Sägeblätter erreichten sehr gute Schnittleistungen, die pro Mann und Säge bei circa 8 bis 10 Quadratmetern am Tag lagen.

Teilweise fanden die Arbeiten unter beengten Verhältnissen unter den Kopfbalken des Brückenbauwerkes statt, welche von Bohrpfählen abgefangen wurden. Hier mussten die Mitarbeiter sich sehr klein machen und einige Schnitte und Bohrungen unter Einsatz von Handgeräten nacharbeiten. Nachdem die Wände in Transportfähige Stücke zerteilt wurden, konnte durch den beauftragenden Abbruchunternehmer der Abtransport erfolgen.

Sägearbeiten in Wesseling bei Köln »
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